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  • AutorenbildLaura von der Groeben

Die Kunst Deine Bedürfnisse zu respektieren!

Kennst Du solche Tage, an denen Du nach Hause kommst und Du voller Freude und Energie bist, weil Du echt viel geschafft hast und Du Deine Energien richtig eingeteilt hast.

Wie wäre es, wenn Du mehr von diesen Tagen hättest? Der Schlüssel ist relativ einfach, denn wenn Du Deine Bedürfnisse beachtest, dann verfügst Du auch über ausreichend Energie. Aber wie sollen Deine Bedürfnisse erfüllt werden, wenn nicht einmal Du sie kennst?


Doch zunächst einmal zu der Frage was sind denn überhaupt Bedürfnisse?


Nach dem Psychologen Klaus Grawe gibt es vier zentrale psychologische Grundbedürfnisse:

  • das Bedürfnis nach Bindung

  • nach positiver Kontrollerfahrung

  • nach Selbstwerterhöhung und schließlich

  • das Bedürfnis nach einer positiven Lust-Unlust-Bilanz




Klingt an dieser Stelle ganz schön abstrakt. Daher möchte ich die einzelnen Bedürfnisse näher beschreiben:


Das Bedürfnis nach Bindung drückt aus, dass wir uns tragfähige, sichere Beziehungen wünschen. Und es deutet auf die die evolutionspsychologische Frage „Freund oder Fressfeind“ hin. Je mehr Interaktionen, in denen ich mich sicher fühle, desto weniger Stresshormone und desto mehr positive Hormone werden ausgeschüttet. Daher ist es sinnvoll wirklich bewusst für positive Beziehungen am Arbeitsplatz zu sorgen.


Das Bedürfnis nach positiver Kontrollerfahrung spiegelt den Wunsch eines Individuums wieder, Gewissheit über die Geschehnisse und Situationen der nahen Zukunft zu haben. Es geht also, um die empfundene Kontrolle über das eigene Umfeld. Hier ergeben folgende drei Schritte Sinn:

  1. Reflektiere strategisch, welche Interaktionen oder Tätigkeiten Dir innerhalb Deiner Woche ein Gefühl geben, dass Du nicht volle Kontrolle über die Situation hast oder ein Gefühl des Unwohlsein vermitteln

  2. Frage Dich, ob diese Situationen regelmäßig auftauchen, oder ob es einmalige Interaktionen sind.

  3. Bereite Dich gezielt auf diese Situation vor oder hole Dir Hilfe durch ein gezieltes Coaching. Oft hilft ein Perspektivwechsel, um eine souveräne Haltung zu entwickeln.


Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung. Hier geht es um Themen wie Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Je besser Du Dich selbst kennst, desto höher ist auch Dein Vertrauen in Dich, gleichzeitig steigt Dein Bewusstsein für Dich selbst - Selbstbewusstsein. An dieser Stelle empfehle ich eine strategische Reflexion in Form eines Lerntagebuch oder wenn Du tiefer gehen möchtest eine begleitende Reflexion durch ein Coaching oder ein 1:1 Selbstführungstraining


Das Bedürfnis nach einer positiven Lust-Unlust-Bilanz, unter dieses Bedürfnis, kann so ziemlich alles fallen, was Dir persönlich Freude oder eben Unlust bringt. Aber auf jeden Fall gehört unter dieses Bedürfnis Deine physischen Grundbedürfnisse:

  • Hunger & Durst

  • Schlaf

  • gesunde Ernährung

  • regelmäßige Pausen

  • Bewegung

  • [...]

Gerade diese physischen Grundbedürfnisse werden oft nicht beachtet. Daher möchte ich Dir an dieser Stelle als Impuls folgendes mitgeben: Mache über einen Monat, jeden Abend eine Liste über den Tag. Schreib Dir auf, wo Du Deine Bedürfnisse erfüllt hast, und wo nicht. Sei dabei 100% ehrlich mit Dir. In diesem Schritt geht es nicht darum, gleich alles zu verändern, sondern erst einmal nur darum, Dein Bewusstsein für Deine Bedürfnisse zu schärfen.

Schreibe gerne in die Kommentare, welche Momente Dir besonders aufgefallen sind, damit hilfst Du anderen Ihre Achtsamkeit auf die eigenen Bedürfnisse zu steigern.


Melde Dich an, um keinen Coachingimpuls für Deinen Führungsalltag zu verpassen.


___________


Quellen:

  • Epstein, Seymour. 1991. Cognitive-experiental self theory: An integrative theory of personality. In The relational self: Theoretical convergences in psychoanalysis and social psychology, Hrsg. Rebecca C. Curtis, 111–137. New York: Guilford Press.

  • Fischer, G. (2006). Grawe, Klaus: Neuropsychotherapie. Göttingen (Hogrefe) 2004, Psyche, 60(2), 184-189.

  • Wüsten, G. (2022). Selbstgestaltung und psychische Grundbedürfnisse. In: Lebenssinn und Ressourcen in Psychotherapie und Beratung. Springer, Berlin, Heidelberg.




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