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  • AutorenbildLaura von der Groeben

Zeig dich ganz! Warum durch Verletzlichkeit Deine Teamperformance steigt.

Zeig dich ganz und dazu gehört Deine Unvollkommenheit. Um Vertrauen als Führungskraft aufzubauen ist ein absoluter Game Changer Dich ganz zu zeigen. Brené Brown spricht in diesem Atemzug von Vulnerability.


Wenn wir frustriert sind, weil die Dinge nicht genau so laufen, wie wir sie uns vorgestellt haben, dann haben wir oft das irrationale, aber allgegenwärtigen Gefühl der Isolation. Es fühlt sich so an als ob „ich“ die einzige Person bin, die leidet oder Fehler macht.

Die Wahrheit ist allerdings, dass alle Menschen leiden, denn wir alle sind sterblich, verletzlich und unvollkommen. Daher führt Verletzlichkeit zu zeigen, dazu, dass wir uns verbinden können.


Bei Führungskräften besteht allerdings oft der Irrglaube, dass sie alles alleine machen müssen, keine Schwächen zugeben dürfen und immer alles richtig machen. Die natürliche Tendenz ist nicht über die eigenen Unzulänglichkeiten zu sprechen.


Doch es gibt inzwischen umfassende Studien, dass Verletzlichkeit zu mehr Vertrauen führt und damit Führungskräfte, die sich ganz zeigen, effizienter und sogar innovativere Ergebnisse erzielen:

  • Verletzlichkeit ist ein Bestandteil von Vertrauen. Die groß angelegte von Google durchgeführte Aristoteles Studie zeigte, dass psychologische Sicherheit der Nummer eins Erfolgsfaktor für Teams ist. Teams mit größerem Vertrauen sind produktiver und haben mehr Energie am Arbeitsplatz.

  • Paul Zak zeigt mit seiner Arbeit, dass Oxytocin ausgeschüttet wird, wenn wir um Hilfe gebeten werden. Wenn Du Deine Teammitgliedern, nach Hilfe fragst, dann setzt genau dieser Effekt ein. Und Oxytocin, dass Bindungshormon sorgt für mehr Verbundenheit im Team

  • Dass wir selbst oft unsere Verletzlichkeit als negativ, während andere die gleiche Handlung als “mutig” ansehen, wird in der Arbeit von Brené Brown klar. Verletzliche Führungskräfte steigen damit im Ansehen ihres Teams.

  • Und auch die Forschung von Kirstin Neff zeigt, dass wir durch das zeigen von Verletzlichkeit in die Verbindung mit anderen kommen.

Damit ist sich ganz zu zeigen ein absoluter Schlüssel für Vertrauen. Wichtig ist, dass sich ganz zeigen nicht bedeutet ungefiltert alles zu erzählen, es geht viel mehr darum authentisch zu sein. Wir Menschen haben ein unglaublich feinen Sinn für Authentizität und spüren, ob etwas stimmig ist oder nicht. Und wenn Dein Gegenüber sowieso spürt das etwas zwischen den Zeilen steht, dann entsteht oft eine viel größere Unruhe im Team, die sich hätte vermeiden lassen.


Wie Du Verletzlichkeit in Deinem Führungsalltag leben kannst:

  1. Stelle Fragen, wenn Du selbst etwas nicht weißt. In unserer heutigen komplexen Welt ist es völlig normal Dinge nicht s zu wissen. Auf diese Weise gibst Du auch gleichzeitig Deinem Team die Erlaubnis auch Fragen zu stellen.

  2. Spreche offen über Deine Fehler. Wenn Dir ein Fehler unterlaufen ist, nutze die Unterstützung Deines Teams, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die kollektive Intelligenz ist eine enorm wertvolle Ressource, die es sich lohnt anzuzapfen.

  3. Reflektiere gezielt Deinen Tag. Verletzlichkeit erfordert auch einen ausgewogenen Umgang mit unseren negativen Emotionen, damit Gefühle weder unterdrückt noch übertrieben werden. Es ergibt sich auch aus der Bereitschaft, unsere negativen Gedanken und Emotionen mit Offenheit und Klarheit zu beobachten, damit sie in achtsamer Wahrnehmung gehalten werden. Dazu eignet sich die Frage: Welchen Effekt hat diese Situation, dieser Kontext auf mich?



Brené Brown ist es gelungen Vertrauen in 7 Facetten runterzubrechen, die dem Konstrukt Vertrauen eine unfassbare Tiefe geben. In dieser Reihe führe ich Dich Schritt für Schritt durch die 7 Facetten und ergänze sie noch durch eine weitere achte Facette. Brené Brown fasst die 7 Facetten unter dem Akronym BRAVING zusammen. Den Link zu den einzelnen Facetten findest Du hier:

BRAVING: B - Boundaries, R - Reliability, A - Accountability, V - Vault, I - Integrity, N - Non-Judgement, G - Generosity and one more thing: Visibility.


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Quellen:

  • Brown, B. (2017). Braving the wilderness: The quest for true belonging and the courage to stand alone. Random House.

  • Brown, B. (2012). The Power of Vulnerability: Teachings on Authenticity, Connection and.

  • Duhigg, C. (2016). What Google learned from its quest to build the perfect team. The New York Times Magazine, 26(2016), 2016.

  • Neff, K. (2013). Selbstmitgefühl: Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden. Kailash Verlag.

  • Zak, P. J. (2017). The neuroscience of trust. Harvard business review, 95(1), 84-90.

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